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GT Campus-News: Viola Priesemann hält einen Stufenplan für sinnvoll

Liebe Leserinnen, liebe Leser, wenn es um Fragen rund um das Thema Corona geht, hat die Berliner Cha
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn es um Fragen rund um das Thema Corona geht, hat die Berliner Charité Christian Drosten. Das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen kann mit Viola Priesemann aufwarten. Die Wissenschaftlerin zählt derzeit zu den gefragtesten Expertinnen und Experten der Corona-Forschung. „Es ist gut, dass es einen Stufenplan gibt“, sagt Priesemann mit Blick auf mögliche Lockerungen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie. Den Plan hatte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in dieser Woche vorgestellt. Doch die Verfechterin eines harten, kurzen Lockdowns hat im Tageblatt-Interview ein deutliches “Aber” formuliert.
Am Donnerstag war Weltkrebstag. Mit viereinhalb Jahren erkrankte Michelle Büchner an Leukämie. Eine Stammzellspende war ihre einzige Überlebenschance. Monatelang kämpfte sie im Krankenhaus um ihr Leben. „Im Sommer 2004 wurde ich transplantiert“, erinnert sie sich. „Viele, viele Wochen habe ich anschließend noch auf der Transplantationsstation verbracht.“ Heute ist Michelle examinierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und arbeitet in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), wo sie als Kind selbst behandelt wurde. „Ich habe mir damals schon gesagt: Wenn ich groß bin, möchte ich den Leuten helfen!“, erinnert sich die junge Frau. “Und genau das mache ich jetzt, Tag für Tag”, sagt die Heiligenstädterin. Was sie erlebt hat und wie es ihr heute geht, hat sie unserem Kollegen Peter Krüger-Lenz erzählt.
Michelle Büchners Arbeitsplatz steht in den kommenden Jahren vor großen Veränderungen. Der Neubau des UMG steht an. Allein die Baustufe 1 sind mit 638 Millionen Euro veranschlagt und umfasst das Bettenhaus mit 624 Betten, das Operative Zentrum und das Herz-, Neuro- und Notfallzentrum. Eine extra gegründete Baugesellschaft soll die ambitionierten Neubaupläne voranbringen. Gesellschafter ist außer der UMG auch die Dachgesellschaft Bauvorhaben Hochschulmedizin Niedersachsen (DBHN). Dort hat Christian Kilz als Geschäftsführer der „BauG“ Anfang Februar seine Arbeit aufgenommen. Der 53-Jährige kommt vom Universitätsklinikum Magdeburg.
Für seine Arbeit auf dem Gebiet der Gentranskription ist Patrick Cramer, Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, mit dem mit 150.000 Euro dotierten Hector-Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Im Mittelpunkt von Cramers Forschung steht ein zentrales Rätsel der Biologie: die Steuerung der Genaktivität. Mithilfe dieses Kopiervorgangs – der Gentranskription – erstellen lebende Zellen Abschriften ihrer Gene, die dann als Bauanleitung für die Produktion von Proteinen dienen. Cramer untersucht dabei die molekularen Maschinen, sogenannte RNA-Polymerasen, die diesen Kopiervorgang steuern.
An der UMG testen Göttinger Wissenschaftler eine neue Technologie für schonendere Herz-Untersuchungen. Forscher verschiedener Institutionen kooperieren bei der Entwicklung der Technologie und der ersten Erstellung der Studie. Sie wollen ergründen, ob sie eine Alternative zur bisher verbreiteten Herzkatheter-Untersuchung sein könnte. Bisher mussten sich Patienten mit Verdacht auf eine diastolische Herzschwäche einer sehr belastenden Untersuchung unterziehen. Dank Göttinger Forschern könnte der Einsatz von Kathetern in der Herzdiagnostik bald Geschichte sein.
Damit Tierarten in freier Wildbahn überleben können, müssen Verbindungen zwischen den individuellen Populationen aufrechterhalten werden. Ohne diese sogenannten Wildtierkorridore werden Gruppen isoliert, können sich nicht fortpflanzen und sterben möglicherweise sogar aus. In der bisherigen Forschung wurden hauptsächlich Aspekte der Landschaft berücksichtigt, aber die Auswirkungen menschlichen Verhaltens wurde bisher weitgehend nicht analysiert. Ein Team unter der Leitung der Universität Göttingen und der Humboldt Universität zu Berlin stellt nun ein Konzept vor, dass auch umfangreich menschliche Einflüsse berücksichtigt. Das Ziel der Forschungsgruppe um Prof. Niko Balkenhol, Leiter der Abteilung Wildtierwissenschaften an der Uni Göttingen, ist es, nachhaltige Landschaften für Wildtiere und Menschen in der Zukunft zu sichern.
Tiere jenseits ihres natürlichen Lebensraumes können einem in Göttingen über den Weg laufen - sei es am Kiessee, sei am Kehr. Dort ist Heiko Bock mit seinen vier Alpakas Teddy, Bert, Ernie und Chap unterwegs. Meiner Kollegen Anja Semonjek hat Bock erklärt, warum er mit den Tieren in der Großstadt arbeitet.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund
Ihr
Michael Brakemeier
Redakteur

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